
Je mehr ich mich mit Ausdauertraining beschäftige, desto öfter lande ich irgendwann bei denselben Empfehlungen:
- leichter werden
mehr Umfang
möglichst effizient
unnötige Muskelmasse loswerden
Energie sparen
Und logisch ergibt das alles Sinn.
Wenn das einzige Ziel maximale Ironman-Performance wäre, wäre der Weg wahrscheinlich ziemlich eindeutig.
Ich will nicht nur Ausdauer optimieren.
Ich will Kraft behalten. Ich will nicht nach Monaten Training das Gefühl haben, dass mein gesamter Körper nur noch dafür gebaut ist, möglichst energiesparend vorwärts zu kommen.
Gleichzeitig merke ich natürlich brutal ehrlich, dass mein aktuelles Gewicht Nachteile mitbringt.
Vor allem beim Laufen.
Jeder zusätzliche Kilo muss bewegt werden. Jeder Schritt kostet mehr Energie. Und irgendwann merkt man einfach, dass Gelenke, Muskulatur und Herz-Kreislauf-System dauerhaft deutlich mehr arbeiten müssen als bei jemandem, der 20 kg leichter unterwegs ist.
Das spüre ich inzwischen ziemlich deutlich.
Gerade in längeren Einheiten.
Trotzdem will ich nicht komplett in die andere Richtung kippen.
Ich habe keine Lust, mich irgendwann körperlich schwach zu fühlen, nur um auf dem Papier bessere Ausdauerwerte zu haben.
Deshalb versuche ich gerade eher einen Mittelweg zu finden.
Nicht maximal schwer.
Nicht maximal leicht.
Nicht maximal Kraft.
Nicht maximal Ausdauer.
Sondern irgendetwas dazwischen, das langfristig funktioniert.
Und genau das macht diesen Hybridansatz teilweise so kompliziert.
Krafttraining erzeugt Müdigkeit.
Zusätzliche Muskelmasse kostet Energie.
Mehr Gewicht erschwert die Laufökonomie.
Man merkt relativ schnell, dass sich viele Ziele gegenseitig behindern.
Aber vielleicht liegt genau darin der Reiz.
Nicht den perfekten Spezialisten bauen.
Sondern einen Körper, der viele Dinge gleichzeitig relativ gut kann.