Woche 6 – Das Rad dreht sich weiter

 

Diese Woche war deutlich unspektakulärer als die Wochen davor.

Von Mittwoch bis Freitag war ich auf Tagung. Entsprechend fiel das Training fast komplett aus. Früher hätte mich das wahrscheinlich genervt. Mittlerweile sehe ich es nüchterner: Drei Tage ohne Training ruinieren keine Ironman-Vorbereitung. Drei Monate schon.

Sportlich gab es trotzdem einen wichtigen Moment. Beim Schwimmen hatte ich das erste Mal das Gefühl, wirklich zu verstehen, wie sich eine technische Veränderung auf das Wassergefühl auswirkt. Keine Wunderheilung und keine plötzliche Verwandlung zum Schwimmer, aber ein kleiner Aha-Moment, bei dem sich plötzlich alles etwas leichter und flüssiger angefühlt hat.

Am Wochenende stand dann der bisher längste Lauf der Vorbereitung an: 18 Kilometer in 2:22 Stunden. Nicht schnell, nicht spektakulär, aber genau die Art von Einheit, die momentan zählt. Vor ein paar Wochen wären 18 Kilometer noch weit weg gewesen. Heute war es einfach die nächste Trainingseinheit.

Die Woche war insgesamt weder groß noch beeindruckend. Aber auch solche Wochen gehören dazu. Training besteht nicht nur aus perfekten Wochen mit maximalem Umfang. Manchmal besteht Fortschritt auch darin, nach ein paar stressigen Tagen wieder die Laufschuhe anzuziehen und weiterzumachen.

Der Ironman ist noch weit weg. Aber die langen Einheiten werden langsam normaler. Und das ist wahrscheinlich die wichtigste Entwicklung der letzten Wochen.

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